Sascha R.
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Hunde werden geschlagen und verängstigt.
Wir waren nur zu Besuch dort, hatten noch keinerlei Erfahrung mit Hundeschulen und eigentlich müsste ich keine Rezension schreiben, weil ich keinen Hund habe der dort "unterrichtet" wird. Es ist mir dennoch ein Anliegen, weil ich an dem Tag sehr verletzt wurde durch die Methoden dieser "Trainerin". Wir waren schon nach 2 Stunden sehr schockiert. Ich ufere deshalb nicht zu sehr aus und beschränke mich auf das Wesentliche.
Ich möchte nicht sagen, dass die Frau keine Kenntnisse über Hundepsychologie hat - aber sie nutzt es auf eine negative Weise aus bzw. fügt diese noch hinzu.
Angefangen mit ihrem Wortlaut gegenüber den Hunden, wie "Du bist klein und hässlich." oder "Ich lasse mich nicht vom Hund verarschen!", kann man sich schon ein Bild davon machen, was diese Frau von Hunden hält. Es gab 2 Situationen, die uns direkt vermittelt haben, dass man mit seinem Hund hier nicht herkommen sollte: die eine war, dass sie die Hunde mit der Leine geschlagen hat, als sie nicht gehorcht haben. Wenn sie das macht, kannst du in dem Gesicht des Hundes Angst, Schock und Verwirrung sehen (so etwas schadet wahrscheinlich die Bindung zum Hund). Es tut mir so unendlich leid für einen Welpen, der geschlagen wird, so lange bis er eingeschüchtert ist. Einige der Besitzer mussten sogar weggucken. Die andere Situation hingegen war schlimmer. Sie wollte einer Besitzerin eines sehr kleinen Welpen (ich denke Jack Russell) demonstrieren, wie dieser nicht mehr nach anderen Hunden gafft und nach ihnen bellt. Man sollte dabei den Hund in die Lenden kneifen. In meinen Augen okay, solange man es nicht übertreibt, seine Kraft nicht ausnutzt und trotzdem feinfühlig ist. Die Besitzerin war anscheinend etwas zu sanft und die Trainerin wollte es zeigen, wie es eigentlich geht. Sie hatte es auf die selbe Art versucht, aber der Hund schien etwas mehr eigenwillig zu sein. Nachdem sie ein paar Mal in die Lenden gekniffen hat, hat der Hund angefangen etwas zu "gnabbeln", also leicht zu beißen (nach meiner Meinung nach legitim, da der Hund so zeigt dass es ihm nicht passt). Der Hund hatte auch schon ein paar Mal gequiekt und somit gezeigt, dass es eigentlich zu viel war. Die "Trainerin" packte daraufhin die Leine und zog den Welpen nach oben. Der Hund hing jetzt mit der Leine (kein Geschirr) um den Hals in der Luft. Er quiekte fürchterlich - er hatte mehr als nur Angst. Die Trainieren hatte ihm zudem auch noch heftig in die Lenden gekniffen. Das Bild kriege ich nicht mehr aus dem Kopf. Der Hund hing da, wie Menschen sich eigentlich das Leben nehmen - mit einem Strick um den Hals. Völlig wehrlos, voller Angst. Meiner Meinung nach Folter. Der Hund war danach ganz offensichtlich verstört, ich hoffe nicht für immer.
Es gab noch weitere Situationen, wie etwa dass ein Welpe völlig verängstigt zu uns unterm Arm kam und Schutz suchte. Die Trainerin meinte daraufhin, dass wir ihn absetzen sollten, da wir die Angst somit nur bestärken. In meinen Augen ergibt das auch keinen Sinn.
Wenn ich einen Hund hätte, würde ich ihn auf keinen Fall dort hingeben. Diese Frau hat es nicht verdient, sich Trainerin zu nennen, einfach aufgrund fehlender Empathie. Sie sollte den Job nicht ausführen dürfen. Ich hoffe für jeden, der dort hingeht, dass er/sie das auch rechtzeitig erkennt und seinen/ihren Hund nicht verstört.